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Was ist eine serielle Schnittstelle?

Der serielle Anschluss gehört zu den ältesten E/A-Einheiten in der Computertechnik. Der 1962 entwickelte Anschlusstyp dient zur Datenübertragung zwischen Computer und Peripherie sowie zwischen zwei Computern. Inzwischen wurde die serielle Schnittstelle weiterentwickelt und ist heute in Form von USB 2.0 zu finden. Die klassische serielle Schnittstelle ist weitgehend verschwunden.

Die seriellen Schnittstelle – Funktion und Aufgabe

In seinem ursprünglichen Aufbau wurden Datenpakete zu je 8 Bit in hintereinander folgenden Sequenzen übertragen, also seriell. Der Grund hierfür war, dass in den Anfangszeiten der Datenfernübertragung reine Telefonleitungen genutzt wurden und Daten nur seriell übertragen werden konnten. Der Nachteil dieser Technik ist allerdings die langsame Geschwindigkeit. Trotz dieses Mankos wurden nicht nur Modems (manch einer erinnert sich vielleicht noch an das Nullmodemkabel), sondern auch andere Peripheriegeräte wie zum Beispiel Drucker, Kassensysteme und Mäuse über die serielle Schnittstelle betrieben.

Die serielle Schnittstelle wurde 1962 entwickelt und dient zur Datenübertragung zwischen zwei Computern.

Die serielle Schnittstelle wurde 1962 entwickelt und dient zur Datenübertragung zwischen zwei Computern.

Um im Nahbereich eine höhere Datenrate zu erreichen, wurde die parallele Schnittstelle entwickelt, die im Gegensatz zum seriellen Port 8 Bit-Datenpakete parallel übertrug und daher schneller war. Äußerlich erkennbar sind serielle Ports an ihren 25- oder 9-poligen Anschlüssen. Beide Anschlusstypen sind kaum mehr zu finden und wurden in den 90er Jahren durch USB ersetzt. Um trotzdem klassische Datenübertragung, beispielsweise Fax oder Fernschreiben, zu ermöglichen, wird in heutiger Zeit der dazu notwendige COM Port emuliert.

Die Weiterentwicklung USB

Heute ist jeder Rechner mit ein oder mehreren USB-Anschlüssen im Standard USB 2.0 ausgerüstet. Der Siegeszug von USB hat mehrere Gründe:

  • USB besitzt eine Datenübertragungsrate von 12 Mbit/s, Die serielle Schnittstelle ermöglicht maximal 115 kBit/s
  • Ein PC konnte früher nur maximal 4 serielle Schnittstellen besitzen und je Schnittstelle konnte nur ein Gerät angeschlossen werden. Dies entfällt mit USB, da diese Schnittstelle bis zu 127 angeschlossene Peripheriegeräte verwalten kann
  • Die klassische serielle Schnittstelle benötigte für jeden angeschlossenen Controller eine E/A-Adresse und IRQ. Auch hier reduziert sich der Ressourcenverbrauch bei USB deutlich, da nur ein USB-Controller erforderlich ist.
  • USB ist für den Anwender sehr benutzerfreundlich: es unterstützt Plug & Play, Peripherie wird mit einfacher Steckverbindung angeschlossen und kann via USB Hub erweitert werden, der zusätzlicher Einbau eines weiteren Controllers für eine weitere serielle Schnittstelle ist nicht nötig.